Abonnieren Sie unseren Blog

Wie freiberufliche Beratungsplattformen die Beratungsbranche umstrukturieren

Blog Kategorie:
Veröffentlicht am:
Januar 8, 2021
Lesezeit:
8 minutes
Leo Saini
Ein versierter Copywriter, der viel Geld in Restaurants lässt und es später bereut.

Schlagen Sie den Begriff 'Disruption' im Wörterbuch nach, werden Sie feststellen, dass er gleichbedeutend mit Wörtern wie 'Störung' und 'Unordnung' ist.

Allerdings hat die Disruption einer Branche eine andere, aber doch ähnliche Bedeutung. Es ist, wenn ein kleineres Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung in den Markt eintritt und allmählich die etablierten großen Unternehmen in einer bestimmten Branche beeinflusst.

In diesem Artikel versuchen wir zu verstehen, wie freiberufliche Beratungsplattformen eine Disruption in der jahrzehntealten Beratungsbranche verursachen.

Wir werden diskutieren, wie Unternehmen früher Berater eingestellt haben, wie sie sie jetzt rekrutieren und wie dieser ganze Prozess sowohl Unternehmen als auch Berater beeinflusst.

Außerdem werden wir darüber sprechen, warum sich immer mehr Berater dafür entscheiden, freiberuflich tätig zu werden, anstatt zu versuchen, die Unternehmenshierarchie zu erklimmen.

Zunächst wollen wir aber in die Vergangenheit blicken und verstehen, wie die Beratungsbranche überhaupt entstanden ist.

Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Beratungsbranche

Bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es keine "großen Beratungsunternehmen". Unternehmer mussten auf ihren eigenen Geschäftssinn vertrauen und wichtige Entscheidungen ohne Expertenrat treffen. Das Risiko war hoch, und, wie Sie sich vorstellen können, die Angst beim Eingehen dieser Risiken ebenso. Die Unternehmen wünschten sich, dass sie jemanden hätten, zu dem sie aufschauen könnten - jemanden, der sie in die richtige Richtung führen könnte, jemanden, der ihnen die Gewissheit geben könnte, dass ihre geschäftlichen Entscheidungen richtig sind.

Diese Marktlücke wurde von Beratungsunternehmen gefüllt. Im 20. Jahrhundert entstanden einige Beratungsfirmen wie McKinsey & Company, Bain & Company und die Boston Consulting Group. Die Unternehmen hatten nun Zugang zu den klügsten Köpfen der Welt. Sie konnten sich an diese Firmen wenden, um ihnen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Berater, die für diese Firmen arbeiteten, trafen sich mit Kunden, sammelten Daten, analysierten sie und gaben Empfehlungen.

Man kann sich gut vorstellen, dass sich Unternehmen sehr wohlgefühlt haben müssen, wenn sie Entscheidungen getroffen haben, nachdem sie den Rat von Beratern erhalten haben. Alle diese Beratungsfirmen sind auch heute noch im Geschäft und Unternehmen wenden sich immer noch an sie, um sich beraten zu lassen. Aber es ist nicht mehr alles so, wie es früher einmal war. Sicherlich werden Unternehmen es immer zu schätzen wissen, wenn es da draußen einen Experten gibt, der ihnen hilft, sich in der sich ständig verändernden Geschäftswelt zurechtzufinden. Allerdings hat sich die Art und Weise, wie Unternehmen diese Experten finden, in letzter Zeit stark verändert. Lassen Sie uns verstehen, wie.

"Ein großes Unternehmen fängt klein an." - Richard Branson

Das Aufkommen von freiberuflichen Beratungsplattformen

Noch bis vor wenigen Jahren wandten sich Unternehmen an große Beratungsfirmen, wenn sie Unternehmensberater benötigten. Aber nicht jedes Unternehmen konnte tatsächlich mit diesen Firmen zusammenarbeiten. Manchmal hielten die hohen Preise ein Unternehmen davon ab, Berater zu engagieren, und manchmal wollte die Beratungsfirma selbst nicht mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, weil sie interne Richtlinien hatte, wie beispielsweise nur ein Unternehmen aus einer bestimmten Branche als Kunde zuzulassen.

Aber jetzt können Unternehmen die besten freiberuflichen Managementberater finden, ohne sich an eine einzige Beratungsfirma wenden zu müssen. Dank freiberuflicher Beratungsplattformen können jetzt viel mehr Unternehmen gut qualifizierte freiberufliche Berater einstellen. Und das Beste daran ist, dass viele dieser zuvor für große Beratungsunternehmen gearbeitet haben. Heutzutage kann man auf LinkedIn-Profilen eine Menge Leute sehen, die sich als "ex-(große Unternehmensberatung)" identifizieren. Nun, das stimmt. Viele dieser Berater haben inzwischen die Unternehmenswelt verlassen und verfolgen eine freiberufliche Beratungskarriere. Wir werden den Grund dafür später in diesem Artikel diskutieren. Aber lassen Sie uns zunächst einen anderen Aspekt vom online Beratungsmarktplatz verstehen.

Es stimmt, dass ein Unternehmen freiberufliche Managementberater über eine freiberufliche Beratungsplattform anheuern kann, aber das ist nicht alles. Heutzutage können Unternehmen Berater für fast jedes Unternehmensproblem finden - egal ob es sich um Marketing, Social Media Ads, Personalwesen oder digitale Transformation handelt. Dies gibt Unternehmen die Möglichkeit, den besten Berater aus jedem Bereich auszuwählen, anstatt ihr gesamtes Geld an eine große Beratungsfirma zu geben (was letztendlich den Talentpool einengen wird).

Der Aufstieg der freiberuflichen Managementberater

Wie also finden diese freiberuflichen Beratungsplattformen Berater, die auf freiberuflicher Basis arbeiten werden? Nun, wie bereits erwähnt, verlassen immer mehr Berater die gewohnte Arbeitsweise und machen sich aus mehreren Gründen selbstständig. Erstens: Sie wollen Flexibilität. Eine PwC-Umfrage ergab, dass 66 % der Millennials flexible Arbeitszeiten wünschen, was nicht möglich ist, wenn ein Berater in einem großen, wettbewerbsintensiven Beratungsunternehmen arbeitet.

Zweitens wollen viele Unternehmensberater zu ihren eigenen Bedingungen arbeiten. Sie wollen sich die Projekte aussuchen können, für die sie sich wirklich begeistern - und nicht die, die ihnen ihre Firma anbietet. Berater wollen früh in ihrer Karriere mehr Verantwortung übernehmen, statt jahrelang Hierarchien und Bürokratien zu durchlaufen.

freiberufliche Beratungsplattformen, Wie freiberufliche Beratungsplattformen die Beratungsbranche umstrukturieren

Der online Beratungsmarktplatz, freiberufliche Berater und Unternehmen - wie alle drei voneinander profitieren

Für viele Unternehmen hat es oberste Priorität, die besten Talente einzustellen - sei es über eine große Beratungsfirma oder den online Beratungsmarktplatz. Die Pandemie hat auch den Glauben gestärkt, dass das Talent einer Person mehr zählt als ihr Standort. Selbst die Unternehmen, die ihren Mitarbeitern vorher nicht erlaubten, aus der Ferne zu arbeiten, hatten keine andere Wahl, als sie dies zuzulassen. Ein Unternehmen, das seinen Sitz in New York hat, wird also in Zukunft nicht unbedingt ein dortiges Beratungsunternehmen beauftragen. Es könnte einfach das Internet nutzen, um den online Beratungsmarktplatz zu durchforsten und am Ende einen Berater zu engagieren, der in Berlin sitzt.

Und der Prozess, freiberufliche Managementberater über eine online Beratungsplattform zu engagieren, ist problemlos. Ein Unternehmen kann sich an eine Beratungsplattform wenden und ein vertrauliches Gespräch mit ihr über ihre Bedürfnisse führen. Dann erhalten sie Profile von den besten Kandidaten, welche die richtigen Fähigkeiten für den Job haben. Das Unternehmen kann dann mit diesen Kandidaten sprechen und die besten für sein Unternehmen auswählen. Die gesamte Verwaltungsarbeit wird von der freiberuflichen Beratungsplattform selbst erledigt.

Diese Methode ist viel bequemer als der übliche Weg - nämlich eine Anzeige auf einer Job-Suchplattform zu schalten, dann Dutzende von Lebensläufen zu sichten und die Kandidaten auf eigene Faust zu überprüfen - auf Wiedersehen kostbare Zeit und Geld, hallo Stress und Angst!

Das alles kann ein Unternehmen vermeiden, indem es sich von vornherein mit einer Beratungsplattform zusammenschließt. Diese Plattformen haben Zugang zu Hunderten von qualifizierten freiberuflichen Beratern, die bereits mit großen Firmen zusammengearbeitet haben. Selbst wenn ein Unternehmen sehr schnell einen Berater braucht, haben diese Plattformen die Möglichkeit, die besten innerhalb von Stunden zu finden.

Zusammenfassend sollte man sich drei Dinge merken:

  1. Es gibt Unternehmen da draußen, die wirklich Berater brauchen.
  2. Es gibt freiberufliche Managementberater, die genauso qualifiziert sind wie die von großen Firmen.
  3. Und nicht zuletzt gibt es freiberufliche Beratungsplattformen, welche die beiden miteinander verbinden können.

Zusammen ergeben alle drei ein tolles Team.